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Pompös begonnen, prosaisch geendet

Es hat ja sogar was Beruhigendes, wenn man feststellen kann, dass selbst der so junge, so talentierte und so erfolgreiche Sebastian Kurz auch nur ein Mensch ist. Einer wie Du und Ich. Man sollte von Politikern ohnehin nicht zu viel erwarten, jedenfalls nicht mehr, als von sich selbst.

Ulrich Zadurner, Zeit Online

 

Jo Nesbö - Macbeth

Dann wurde ihm blitzartig etwas klar. Er kannte niemanden, der ihm helfen würde. Nicht hier und nirgendwo sonst. Er war die Art Mensch, mit der die Leute einigermaßen zurechtkamen. Es war nicht so, dass sie ihn bewusst nicht ausstehen konnten, aber sie mochten ihn auch nicht. Und warum sollten sie? Was hatte er je für einen anderen getan, das ihm nicht selbst einen Vorteil verschafft hätte? Er hatte Verbündete, keine Freunde.

Jo Nesbö: MacBeth, München 2018, Seite 364

 

Own the Demand – Florent Crivello

Ben Thompson’s famous Aggregation Theory: modern marketplaces get their power from aggregating the demand side. And that’s a much better position than the old way of trying to own the supply side.

There’s this famous comment that “Uber owns no cars; Airbnb no real estate; Facebook no content; and Ebay or Alibaba no inventory.” If you can get away with being 1% as capital-intensive as your competitors while extracting greater profits, why wouldn’t you do it?

 

There is no WHY in TEAM. | Mike Veerman

A team should have a mission. Do they own a product? Can you describe in one sentence what this team does?
Too many people are stuck in Scope Farms. Their purpose is to build whatever is asked from them. No questions asked. It’s unproductive and a horrible waste of talent.
Every team has a purpose. This can be a project goal or the ownership of a product. It can be a small subset of a larger whole, but within those borders, they set the direction.

Without a mission, there is no team.

 

"Respekt, Vertrauen, Mitgefühl - darum macht Arbeit die Skandinavier glücklich"

Klingt ja alles sehr schön und gut, aber ist denn in Skandinavien wirklich alles Gold, was glänzt?

Maike van den Boom: Es ist schon alles ziemlich goldig hier (lacht). Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen und Schwarze Schafe, Alphatierchen – aber die überleben hier meistens nicht sehr lange. Weil ein Skandinavier keinen Finger rührt, wenn ihm kein Sinn geboten wird und der Respekt nicht da ist. Denn man hat nur ein Leben, und das will man sich ja für acht Stunden am Tag nicht versauen lassen. Egal von wem.

 

Seth's Blog: The difference between time and money

You can't save up time. You can't refuse to spend it. You can't set it aside.

Either you're spending your time.

Or your time is spending you.

 

Seth's Blog: Never smooth enough--a modern addiction

People have been talking about you behind your back ever since fifth grade. Now, of course, you can eavesdrop whenever you choose. Don't.

Turn it off. Walk away. Accept the lack of perfect.

Better to make something important instead.

 

Your smartphone is making you stupid, antisocial and unhealthy. So why can’t you put it down? - The Globe and Mail

The makers of smartphone apps rightly believe that part of the reason we're so curious about those notifications is that people are desperately insecure and crave positive feedback with a kneejerk desperation. Matt Mayberry, who works at a California startup called Dopamine Labs, says it's common knowledge in the industry that Instagram exploits this craving by strategically withholding "likes" from certain users. If the photo-sharing app decides you need to use the service more often, it'll show only a fraction of the likes you've received on a given post at first, hoping you'll be disappointed with your haul and check back again in a minute or two. "They're tying in to your greatest insecurities," Mr. Mayberry said.

 

Vatersein - Mein einziger Fehler ist, dass ich nicht Mama bin

Papa beim Kinderabholen? Eine Produktenttäuschung. "Ich bin mit meinem Rollendenken im 21. Jahrhundert angekommen, aber im Kopf meiner Vierjährigen ist es 1950."

Aber das gibt sich ;-) Und so ganz haben wir es ja noch nicht drauf.

 

Leo und Gutsch: Ich bin der ostdeutsche Mann | Berliner Zeitung

Selten so gelacht. Ich bin austherapiert.

Ich schreibe diese Zeilen als Betroffener. Ich bin seit meiner Geburt ein ostdeutscher Mann. Für meine Mutter war das nie leicht, zumal auch mein Bruder trotz aller ärztlichen Bemühungen ein ostdeutscher Mann wurde. Als Kind saugte ich an den giftigen Milchbrüsten der Diktatur, und wenn ich heute, 27 Jahre nach Ende der DDR, das Wort „Demokratie“ schreiben möchte, verkrampft sich meine Hand wie bei einem Erstklässler und dann steht da plötzlich: „Ausländer raus!“. Es ist eine Art Ost-Tourette-Syndrom.

In der Berliner Zeitung las ich, dass der ostdeutsche Mann sich zuweilen „Waffen und Camouflageanzüge“ kauft und von „Ordnung und Führung“ träumt. Das erschien mir stark übertrieben, ja geradezu klischeehaft. Aber dann schaute ich in meinen Kleiderschrank und sah dort zehn Camouflageanzüge neben einem Haufen frischpolierter Schnellfeuerpistolen!

Bei Zeit Online las ich einen Artikel mit der Überschrift „Wer ist der ostdeutsche Mann?“ Es klang, als würden sie den Yeti suchen, oder das Ungeheuer von Loch Ness. Fast wäre ich in die Redaktion gefahren und hätte gesagt: Huhu, da bin bin ich! Aber man weiß nie, wie Menschen reagieren, die noch nie einen ostdeutschen Mann getroffen haben.

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28512012 ©2017 - Berliner Zeitung vom 30.09.2017