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Die Protagonisten der DDR-Literatur

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Die Protagonisten der DDR-Literatur der 70er und 80er Jahre 

 

Dieser Text entstand als Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Studienrats. Er wurde von Andreas Petersell in Berlin am 13.06.1996 unter dem Titel “Zwischen Selbstsicherheit und Selbstzweifel: Findung und Wahrung der Identität in einer repressiven Gesellschaft. Die Protagonisten der DDR-Erzählprosa der 70er und 80er Jahre” eingereicht.

Die Hausarbeit wurde von der Prüfungskommission unter der Leitung von Prof. F. Hörnigk (Humboldt-Universtität zu Berlin) mit der Note “Sehr gut” (1,3) bewertet.

Die Protagonisten der vier folgenden Werke sind Gegenstand einer Betrachtung:

  • Erich Loest: Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene(1978)
  • Jurek Becker: Schlaflose Tage (1978)
  • Monika Maron: Flugasche (1981)
  • Christoph Hein: Der fremde Freund (1982)

Als eBook veröffentlicht am 13. Juni 1996. Die Protagonisten der DDR-Literatur von Andreas Petersell steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz.

Download

als EPUB und PDF möglich unter github.com.

Online

Sie finden das Buch online unter  Seminarwork.

 

Hilfe, die Grenztruppen der DDR haben mich geliket!

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oder: Warum sind wir auf Instagram?

Ich bin ein Anfänger, was Instagram betrifft. In meiner Naivität habe ich ein Foto eines Kitsch-Wimpels mit dem Aufdruck "Sieger im sozialistischen Wettbewerb" hochgeladen. Er hing im Schaufenster eines Gebrauchtwarenladens wie in einem Kuriositätenkabinett. Ich dachte mir: "Sieh an, doch noch gar nicht so lange her, dass mit der Diktatur." Nur 2 Hashtags fügte ich hinzu: und .

Ein Bild ohne jede Erklärung und aus jedem Kontext gerissen, so dass es ein Nutzer grenztruppen_der_ddr ruhigen Gewissens liken konnte. Schnell habe ich noch die fehlenden Hashtags u.ä. hinzugefügt.

Fehlende Hashtags auf Instagram

Siehe auch: https://instagram.com/p/4STjd5xYa4/

Man kann nicht verhindern, dass Ewiggestrige sich im Netz tummeln wie wir. Ewiggestrige, die glauben, in der Jugend eine schöne Zeit gehabt zu haben, und sich immer noch nicht bewußt sind, dass sie anderen Gewalt angetan haben. Gewalt ist, Menschen einzumauern und auf sie wie die Hasen zu schießen, wenn sie ausbrechen. Und verhöhnen kann man sie auch: man läßt sie im Rentenalter rumhoppeln, wo immer sie wollen. Auch außerhalb der Mauer.

Aber darum soll es eigentlich nicht gehen. Wichtiger: Was wäre nun gewesen, wenn grenztruppen_der_ddr seinen Namen nicht zum Programm gemacht hätte und als blixi_x geliket hätte? Ich hätte mich gefreut! Ich will geliebt werden von allen, so lange ich nicht weiß, welcher Gesinnung sie nachhängen!

Es heißt, Instagram ist das neue Facebook. Auch ohne Zahlenmaterial will ich das glauben. Denn die Jugendlichen meines Bekanntenkreises nutzen hauptsächlich Instagram und Whatsapp. Böse Zungen behaupten, Facebook wird nicht mehr genutzt, weil man da zuviel Texte schreiben muss. Die illiterate Jugend posted Bildchen und verziert sie mit Hashtags. Eine Kunst, wie ich inzwischen weiß.

Jugendliche auf Instagram

Siehe auch: https://instagram.com/p/4U5a40AKtE/

Der Tag oder brachte obiges Bild. Ein nettes Buchstabenspiel. Aber möchten wirklich nur Heranwachsende eine Rückversicherung darüber, wie andere Menschen über sie denken?

Auch Klaus Eck, ein Kommunikationsprofi im besten Alter, dessen Arbeiten ich sehr schätze, veröffentlicht Fotos auf Instagram. So auch dieses:

Hamburger Bahnhof

Siehe auch: https://instagram.com/p/3wqLCswjVj/

Und 38 Nutzern gefällt ein Bild vom Hamburger Bahnhof! Das sind keine Jugendlichen? Warum posten wir fast kontextlose Fotoschnipsel, die von anderen aus urheberrechtlichen Gründen nicht weitergenutzt werden können?

Könnten das möglich Gründe sein?

  • Komische Straßenszene: seht, ich bin so humorvoll, dass ich die Komik erkannt habe.
  • Sonnenuntergang: seht, so romantisch kann ich sein.
  • Hamburger Bahnhof: seht, ich bin noch da und ein Kommunikationsprofi.

Meine erste Reaktion auf den Like von grenztruppen_der_ddr war, den Beitrag sofort zu löschen. Aber da er mich zum Nachdenken über das Wirken von "Gefällt mir"-Klicks angeregt hat, bleibt er bestehen.

  1. Wie lange würdest Du ohne einen einzigen "Like" weiterposten?
  2. Welche Lücke füllen die Likes, die Du erhältst, in Deinem Leben?
  3. Welche Lücke füllen die Likes, die Du vergibst (z.B. bei einem Bahnhofsbild), in Deinem Leben?

 

Der FDGB-Ausweis

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Den FDGB-Ausweis besaß jeder Werktätige der DDR. Und vielleicht liegt er heute noch in den Schubladen vieler Ostdeutscher. Noch vor 25 Jahren war er ein Vehikel für ein monatliches Ritual: dem Kleben einer sogenannten Solidaritätsmarke. Na und?

Eine kleine Marke mit sinnfreiem Aufdruck sorgt für ein flächendeckendes Unterwerfungsritual im Land.

Als eBook veröffentlicht am 22. August 2013. Der FDGB-Ausweis von Andreas Petersell steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz.

Download

als EPUB und PDF möglich unter github.com.

Online

Sie finden das Buch online unter  Seminarwork.

Fotos

über die einzelnen Seiten des FDGB-Ausweisen finden Sie unter hier unter Flickr.