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Ups, Markdeep by @casualeffects allows one file include only. I have to rearrange my website. Nevertheles cool. Thank you.

 

If you think of Markdeep by @CasualEffects as a light CMS it is really cool. Especially the mechanism of including files. But if you want to publish pure Markdown you should consider publishing via @beakerbrowser.

 

Antwort: "Ich lass das jetzt mal so im Raum stehen." Grrrhh...

 

Nassim Nicholas Taleb - Der schwarze Schwan

2 min read

Untertitel: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

In Extremistan sind Ungleichheiten so, das eine einzige Beobachtung sich unverhältnismäßig stark auf das Aggregat, das Ganze auswirken kann.

Während das Gewicht, die Körpergröße und der Kalorienkonsum also aus Mediokristan kommen, gilt das für Besitz nicht. Nahezu alle sozialen Angelegenheiten kommen aus Extremistan. Man kann das aus so ausdrücken: Soziale Quantitäten haben die Form von Information, keine physische Form - man kann sie nicht anfassen. Geld auf einem Bankkonto ist wichtig, aber ganz gewiss nichts Physisches. Daher kann es jeden Wert annehmen, ohne dass man dafür Energie aufwenden müsste. Es ist nur eine Zahl!

Nassim Nicholas Taleb, Der schwarze Schwan, München 2008, S. 54

Man kann den generellen Unterschied auch so formulieren: In Mediokristan müssen wir die Tyrannei des Kollektiven, der Routine, des Offensichtichen und des Vorhersagbaren ertragen; in Extremistan stehen wir unter der Tyrannei des Singulären, Zufälligen, Ungesehenen und Unvorhergesagtem. Auch wenn Sie sich noch so sehr anstrengen, werden Sie an einem einzigen Tag nie viel Gewicht loswerden; Sie brauchen die kollektive Wirkung vieler Tage, Wochen, sogar Monate. Und wenn Sie als Zahnarzt  arbeiten, werden Sie nie an einem einzigen Tag reich werden  - Sie können aber durchaus  wohlhabend werden, wenn Sie 30 Jahre lang regelmäßig Zähne aufbohren und dabei motiviert, gewissenhaft, fleißig und diszipliniert sind. Bei einer Spekulation vom Extremistan-Stil können Sie allerdings in einer einzigen Minute ein Vermögen machen oder alles verlieren.

ebd., S. 56

Der Friedhof der Erfolglosen wird voll von Menschen sein, die folgende Eigenschaften gemeinsam hatten: Mut, Risikobereitschaft, Optimismus usw. Genau wie die Population der Millionäre! Es könnte gewisse Unterschiede bei den Fertigkeiten geben, doch in Wirklichkeit trennt die einen größtenteils ein einziger Faktor von den anderen: Glück. Schieres Glück.

ebd. S. 137

 

My old photos from East-Berlin (Johannisthal und Niederschöneweide) published in Tagesspiegel Online. I love @creativecommons - https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-stadtgeschichte-die-letzten-ddr-kaufhallen-werden-abgerissen/22698968.html

 

Kevin Ashton - Wie man ein Pferd fliegt

2 min read

Untertitel: Ungewöhnliche Konzepte für Innovation und Kreativität

Entscheidungsträger und Autoritätspersonen in Wirtschaft, Wissenschaft und Regierung betonen alle, dass sie Kreativität schätzen, aber wenn man sie testet, stellt sich heraus, dass sie die Kreativen nicht schätzten. Warum? Weil besonders kreative Menschen meist auch verspielter, unkonventioneller und weniger berechenbar sind, und damit auch schwerer zu kontrollieren. Man kann noch so sehr betonen, wie sehr man Kreativität schätzt, aber tief drinnen haben die meisten von uns lieber die Kontrolle.

Unsere Neigung, neue Ideen im Prinzip zu begrüßen, sie dann aber in der Praxis abzulehnen, ist ein Merkmal, kein Fehler. Jede Spezis hat eine eigene Nische, und jede Nische hat eigene Risiken und Vorteile. Unser Vorteil ist die schnelle Anpassung: Unsere Werkzeuge verändern sich schneller, als die Evolution unsere Körper verändern kann. Unser Risiko besteht darin, dass unsere neuartigen Schritte in die Dunkelheit führen können. Wenn wir etwas Neues erschaffen, kann uns das umbringen; wenn wir nichts Neues schaffen, werden wir auf jeden Fall sterben. Das macht uns zu widersprüchlichen Wesen: Wir brauchen und fürchten die Veränderung. Kein Mensch ist nur progressiv oder nur konservativ. Jeder ist immer beides.

Kevin Ashton, Wie man ein Pferd fliegt, München 2016, S. 102 ff

Menschen mit einem gesunden intellektuellen Selbstbewußtsein müssen niemanden beweisen, wie clever sie sind. Sie gehen empirisch vor und streben nach der Wahrheit. Menschen mit mangelndem intellektuellen Selbstbewußtsein müssen allen zeigen, wie clever sie sind. Sie sind egoistisch und wollen triumphieren.

Hibbard reagierte perfekt auf die kühne Behauptung seines neuen Mitarbeiters, das Flugzeug von Lockheed sei Schrott. Ein Manager kann kaum machtvoller reagieren als mit der Aufforderung: "Beweisen Sie es mir".

ebd., S. 213

 

Deutschland ist ein aufgeklärtes, wirtschaftlich geradezu beängstigend erfolgreiches, tolerantes und durchaus widerstandsfähiges Land. Man begegnet der Partei, die korrekterweise "Angst für Deutschland" heißen sollte, nicht effektiv, indem man ihre Angstnarrative übernimmt... Man begegnet der Angst, indem man klar macht, dass eine so erfolgreiche Gesellschaft, ein so erfolgreiches Land wie das, in dem wir leben dürfen, sich nicht von religiösen Fanatikern oder rechtsradikalen Wirrköpfen eine defensive Geisteshaltung aufzwingen lässt. Der Aufklärung verdanken wir unseren Erfolg, die Aufklärung wird auch weiterhin der Wegweiser sein, der Religiöses dahin verweist, wo es hingehört: ins Privatleben. Quelle: SpiegelOnline 23.04.2018

 

Zwei Mädels in der Straßenbahn: Ich habe auf dem Zimmer noch einen zweiten Fernseher. Aber da funktioniert nichts. Dass heißt, nur das, was gerade läuft.

 

Martin Suter - Montecristo

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"Sie sind also der Meinung, dass eine kritische Größe gibt, ab der man einen Skandal nicht mehr aufdecken darf?"
Gobler nickte heftig. "Und dieser Punkt ist dann erreicht, wenn dessen Enthüllung der Allgemeinheit mehr schadet als nützt. Und in unserem Fall ist er mehr als erreicht. Er ist weit überschritten. Haben Sie das noch nie erlebt, dass Wahrheit mehr schadet als die Lüge?"

Martin Suter: Montecristo, Zürich 2015, S. 292

 

Jo Nesbö - Durst

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Es ärgerte aber Steffens nicht mehr, dass die Menschen die Kälte für etwas Greifbares hielten und nicht verstanden, dass sie bloß die Abwesenheit von Wärme war. Die Kälte war das natürlich Dominierende. Die Wärme die Ausnahme. Wie Mord und Grausamkeit natürlich und logisch waren, Barmherzigkeit hingegen eine Anomalie, das Resultat komplizierter Regeln des menschlichen Zusammenlebens, um das Fortbestehen der Art zu sichern. Dabei hatte nicht die Barmherzigkeit den Menschen das Überleben gesichert, sondern die außerordentliche Fähigkeit, anderen Arten gegenüber grausam zu sein. So führte das Wachstum der Bevölkerung dazu, dass der Mensch nicht mehr nur auf die Jagd ging, sondern auch Fleisch produzierte. Allein das Wort Fleischproduktion, allein die Idee! Menschen hielten Tiere in Gefangenschaft, nahmen ihnen all ihre Freude und Entwicklungsmöglichkeiten, entfremdeten sie der Natur, damit sie unfreiwillig Milch und extra zartes Fleisch lieferten, nahmen ihnen ihre Kinder, kaum dass sie auf der Welt waren, hörten die verzweifelten Schreie der Muttertiere, nur um sie dann gleich wieder zu schwängern.

Jo Nesbö: Durst, Berlin 2017, S. 553